
Flagge zeigen![]()
Bei der Initiative »Elektromarken. Starke Partner.« engagieren sich 19 Unternehmen für die Stärkung des Markenbewusstseins.
Im September 2005 traten 17 namhafte Markenhersteller von Elektroinstallationsmaterial an, eine Initiative zur Stärkung des Markenbewusstseins zu gründen. Gutacht Monate später und um zwei Unternehmen größer zeigt sich, dass die Zeit für einen solchen Zusammenschluss reif war. Die »Elektromarken. Starke Partner.« haben binnen kurzer Zeit eine lebhafte Diskussion über die Bedeutung starker Marken für die deutsche Wirtschaft im Allgemeinen und für die Elektrobranche im Besonderen angestoßen. In unserer Initiative engagieren sich Unternehmen, die eigentlich untereinander im Wettbewerb stehen. Es sind große Hersteller mit insgesamt 30.000 Mitarbeitern und einem Gesamtumsatzvolumen von rund 5,6 Milliarden Euro in Deutschland. Zusammen repräsentieren sie ein breites Spektrum von Markenprodukten im Elektroinstallationsbereich. Was sie verbindet, ist eine aktive Markenpolitik in ihren Unternehmen und die Wertschätzung von Marken an sich. Ihr erklärtes Ziel ist es, bei Elektrohandwerk, Architekten, Elektrogroßhandel und auch beim Endverbraucher das Markenbewusstsein zu schärfen, wenn es darum geht, qualitativ hochwertige Produktfür die Elektroinstallation einzukaufen und einzusetzen. ![]()
Allen Mitgliedern der »Elektromarken« gemeinsam sind Grundprinzipien, und die heißen Sicherheit, Qualität und Service. Gerade bei Produkten im Elektrobereich ist ein Höchstmaß an Sicherheit gefordert ganz konkret für den Schutz von Leben und Gütern. Wir möchten mit unseren Aktionen vermitteln, dass wir mit unseren guten Namen ein Qualitäts- und Leistungsversprechen geben, das durch strenge Prüfungen sowie durch erhebliche Investitionen in Forschung, neue Technologien, Design-Innovationen und Service täglich gehalten wird von den meisten seit vielen Jahrzehnten. Warum also nicht gemeinsam Flagge zeigen? Für alle Teilnehmer ist ihre Marke wichtiger Bestandteil des Gesamtunternehmenswertes, der besondere Aufmerksamkeit und Pflege erfordert, auch darin sind wir uns ähnlich. Vermitteln möchten wir außerdem, dass Markenhersteller langfristig belastbare Partner für das Elektrohandwerk sind, das sie mit Schulungen, Seminaren, Verkaufsunterstützung und weiterem Service tatkräftig unterstützen. Gerade erst ist eine Broschüre veröffentlicht worden, in der wir dem Handwerker einen achtteiligen Argumentationskatalog für das Gespräch mit seinen Kunden geben. Um unsere Anliegen zu kommunizieren, wurde mit Gründung der Initiative eine bundesweite PR- und Werbekampagne gestartet. Eine breite Streuung erreichen wir durch die Schaltung aufmerksamkeitsstarker Anzeigenmotive in der Fachpresse, welche die Markenwerte Sicherheit, Qualität, Verlässlichkeit, Innovation und Design aufgreifen, sowie durch eine bundesweite Öffentlichkeitsarbeit. Bestandteil der Kommunikation sind ferner Informationsbroschüren, ein laufend aktualisierter Internetauftritt, Präsenz auf Messen sowie Mailing-Aktionen.![]()
Wie wichtig das Thema »Marke« gerade für die Elektrobranche ist, zeigen die Reaktionen auf den Start der Kampagne. Nicht nur von verschiedenen Branchenverbänden, sondern auch vom Elektrogroßhandel und vom Elektrohandwerk wurden die Aktivitäten ausdrücklich begrüßt. Elektroinstallateure identifizieren sich mit der Anzeigenserie. Die Kernaussagen finden Zustimmung. Hochwertige Marken sind gefordert, um eine Wiedererkennung bei den Endkunden zu bewirken. Dass eine wichtige Diskussion angestoßen worden ist, wurde auch Ende März 2006 anlässlich des »Markenforums« deutlich, zu dem die Initiative nach Frankfurt eingeladen hatte. Unter der Leitung von N24-Moderator Dietmar Deffner diskutierten Franz-Peter Falke, Geschäftsführender Gesellschafter der Falke KG und Präsident des Markenverbandes, und Siegfried Högl, Sprecher der Geschäftsführung der GfK Marktforschung GmbH, mit Vertretern des Elektrogroßhandels und ZVEH-Hauptgeschäftsführer Ingolf Jakobi über die Bedeutung starker Marken für die Zukunft der deutschen Wirtschaft, speziell der Elektrobranche. Bei seinem Statement zum Thema Marke bezeichnete der Textil-Unternehmer Franz-Peter Falke Marken als »Kapital und Motor der deutschen Wirtschaft«. GfK-Sprecher Siegfried Högl nannte unter anderem die »Schaffung einer erstklassigen Produktqualität« und ein »aktives Innovationsmanagement « als wesentliche Kriterien für eine erfolgreiche Markenführung und plädierte für eine aktive, zielgruppenorientierte Markenpolitik. Die sich anschließende Podiumsdiskussion mit Ingolf Jakobi, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH), sowie den beiden Vertretern des Elektrogroßhandels Holger Heckle, Mitglied der Geschäftsführung der Sonepar Deutschland, und Arnold Rauf, Geschäftsführer der Fegime Deutschland hatte die Bedeutung von Marken als Wirtschafts- und Wertschöpfungsfaktor zum Thema. Konsens war: Marken machen Märkte. Marken schaffen Arbeitsplätze. Allein in der Elektrobranche sorgen Markenunternehmen unmittellbar und mittelbar für die Beschäftigung von hunderttausenden Menschen. Von einem erfolgreichen Markenmanagement profitieren Konsumenten ebenso wie andere Stakeholder der Unternehmen. Im April 2006 präsentierten sich alle 19 Mitgliedsunternehmen auf der internationalen Fachmesse »Light + Building « in Frankfurt. Auf der Weltleitmesse für Architektur und Gebäudetechnik stellten die Unternehmen nicht nur ihr eigenes Produkt- und Leistungsspektrum vor, sondern machten auf ihren Messeständen auch auf die Ziele der Brancheninitiative aufmerksam. Mit Informationen, Aktionen und Gewinnspielen erhielten die Besucher ein informatives und unterhaltsames Angebot rund um das Thema »Starke Marken«. Zukunftschancen ergreifen ist unser zentrales Anliegen. Wir sind uns bewusst, dass hochwertige Marken derzeit unter einem starken Wettbewerbsdruck agieren. Auch wenn es sich abzeichnet, dass die »Geiz ist Geil«-Welle langsam abebbt und Verbraucher erkennen, dass ihnen die Preisfokussierung nicht zwangsläufig einen Mehrwert bringt, arbeiten wir weiter an unserem Kommunikationsprojekt. Dazu gehört neben der Weiterführung der PR- und Werbekampagne und der Durchführung von Veranstaltungen die Präsenz auf großen Fachmessen, um bundesweit auf die Ziele aufmerksam zu machen. Man darf also sicher sein, dass der Initiative die Arbeit so bald nicht ausgehen wird. Hans A. Thiel