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medienhandbuch.de: EXKLUSIV: Interview mit Jochen Matzer von der Newcomer-Agentur des Jahres
27.01.2005 | medienhandbuch.de: EXKLUSIV: Interview mit Jochen Matzer von der Newcomer-Agentur des Jahres

medienhandbuch.de:
Herzlichen Glückwunsch, wie wird man "Newcomer-Agentur des Jahres"?

Jochen Matzer:
In dem man die Jury Jahrbuch der Werbung bei den Kriterien “Kreative Leistung”, “Eigenwerbung und Darstellung” und “Wirtschaftlicher Erfolg” über-
zeugt. Aber bevor wir irgendwo unsere Arbeiten zur Beurteilung einreichen konnten, mussten wir erst einmal einen erfolgreichen Start hinlegen. Und um den zu schaffen braucht man – ganz allgemein – den nötigen Mumm, einen guten Plan und letztlich Konsequenz, um sich am Markt in diesen Zeiten durchzusetzen.

medienhandbuch.de:
Ihr aktueller Kundenstamm mit Unternehmen wie z.B. mobilcom, dem Heinrich Bauer Verlag oder Sportscheck ist im positiven Sinne eher heterogen und lässt keine Agentur-Spezialisierung erkennen. Ist das im Sinne Ihrer Agenturphilosophie oder werden Sie bestimmte Branchen in Zukunft verstärkt angehen?

Jochen Matzer:
Wir wollen spannende Aufgaben lösen und uns permanent weiterentwickeln. Daher werden wir auch in Zukunft breit aufgestellt sein und keine “Fachidioten” werden. Das gilt übrigens nicht nur für die Vielfalt der Branchen, in denen wir arbeiten und noch arbeiten wollen - sondern auch für die Kommunikationslösungen, die wir anbieten. In der kurzen Zeit seit Gründung haben wir vom TV-Spot bis zur Regalnase, vom Sponsoring-Konzept bis zur Internen Kommunikation schon sehr viel gemacht.

medienhandbuch.de:
Auf welche Bereiche teilen sich Ihre 20 Mitarbeiter auf. Wie stark ist die Kreation?

Jochen Matzer:
50:50. Kreation : Beratung/Planning.

medienhandbuch.de:
Im April 2004 kauften Sie, Dominik Monheim und Jan Fröscher die von Burnett gehaltenen Agentur-
anteile im Rahmen eines Management-Buyouts von Leo Burnett zurück. Was waren die Gründe? Hatten Sie keine Vorteile durch das internationale Network? Welche Vorteile hat die Unabhängigkeit gebracht?

Jochen Matzer:
Wir haben im Grundsatz gerne mit LBW zusammengearbeitet, auch wenn uns das im NB oder auf anderen Feldern kaum Vorteile und manchmal sogar Nachteile gebracht hat. Als sich die Möglichkeit zur Übernahme – durch den Druck von Publicis auf Leo Burnett ein “One country - one agency”-Konzept umzusetzen - ergab, haben daher beherzt zugegriffen und gut verhandelt. Die Vorteile sind in erster Linie: Unternehmerische Freiheit, weniger Konkurrenzkonflikte und eine höhere Konzentration auf die Arbeit.

medienhandbuch.de:
Welches sind Ihre Agenturziele 2005? Auf welche Kampagnen dürfen wir uns 2005 von Ihnen freuen?

Jochen Matzer:
Wir wollen weiter wachsen, allerdings nicht explo-
sionsartig. Also immer mit Blick auf die Kreation- und Betreuungs-Qualität. Freuen dürfen Sie sich bestimmt auf einige Arbeiten von Bestands-
kunden wie z.B. mobilcom oder SportScheck. Zuviel verraten können wir da noch nicht. Und hoffentlich freuen wir uns alle über Arbeiten, von den wir zwar noch gar nichts wissen, die aber durch Neugeschäft zu uns kommen.

medienhandbuch.de:
Ihr persönliches Arbeitsmotto?

Jochen Matzer:
Zuhören, die richtigen Fragen stellen, Problem verstehen, Ärmel hochkrempeln, loslegen, Problem lösen. Über gute Lösung freuen, nächstes Problem...